Sack und Asche
Ich-Räume der Vergänglichkeit und Veränderung
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Wie Alles Begann…
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Auf einem Weg durch ein Feld fand ich schwere Stoffsäcke
– verblasste Formen im Grün, zurückgelassen,
ihr Inneres verborgen, als würden sie still etwas Eigenes bewahren.
Fremdkörper im Gras – stille Zeugen des Anthropozäns.
Sie faszinierten mich, weil sie nicht einfach nur Abfall blieben, sondern Fragen aufwarfen: Wer hatte sie hierhergebracht? Warum gerade an diesen Ort? Was enthalten sie – materiell, symbolisch?
Im Atelier verwandelten sie sich vom Fundstück zum Bild.
Je länger ich bei der Frage blieb, warum sie meine Aufmerksamkeit festhielten,
desto mehr schien sich ihr alltäglicher Charakter aufzulösen.
Sie wurden zu Zeichen – Projektionsflächen für das, was sonst keinen Platz findet.
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So fanden sie einen Platz in meinem Inneren – nicht als Objekte der äußeren Welt, sondern als Spiegel innerer Zustände.
Sie stehen für das, was beiseitegelegt wurde, was wir nicht mehr brauchen und dennoch in uns weitertragen.
Aus dieser Reflexion heraus
stellte ich mir meinen eigenen ICH-RAUM vor:
einen Raum, in dem der Sack dem Spiegel gegenübersteht – nicht als festes Bild,
sondern als ein Ich im Wandel – gebrochen, fragil, sich ständig verändernd.
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Der Spiegel gibt möglicherweise kein festes Bild zurück – er legt die Instabilität des Selbst offen.
Für mich ist er weniger eine Fläche der Reflexion als vielmehr eine Schwelle – zwischen Klarheit und Verzerrung, zwischen Anwesenheit und Abwesenheit.
Es folgte ein Stillleben in Öl, meinem bevorzugten Medium. Lange dem Unspektakulären gewidmet, verleiht es nun dem Plastiksack Würde – nicht länger Abfall, sondern zum Stillleben verwandelt.
Was bleibt, ist eine Frage: Wie tragen wir das, was auf uns lastet – nicht indem wir es verdrängen, sondern indem wir es neu ordnen; indem wir dem Vergänglichen für einen kurzen Moment Dauer verleihen.
Sack und Asche I –
Spiegel ohne Antwort
Sack und Asche I –
Mirror Without Answer
Öl auf Leinwand
80 × 100 cm
2025
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Sack und Asche II –
Zerbrochene Ordnung
Sack und Asche II –
Broken Order
Öl auf Leinwand
80 × 100 cm
2025
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Zurückgelassene, schwere Säcke am Rand eines Feldes: verblasste Formen im Grün, ihr Inneres verborgen, als hüteten sie etwas Eigenes. Im Bild kippen sie vom Abfall zum Zeichen – Projektionsflächen für das, wofür sonst kein Platz ist, Spiegel innerer Zustände.
Ich-Räume der Vergänglichkeit und Veränderung


Wie Alles Begann…

Auf einem Weg durch ein Feld fand ich schwere Stoffsäcke
– verblasste Formen im Grün, zurückgelassen,
ihr Inneres verborgen, als würden sie still etwas Eigenes bewahren.
Fremdkörper im Gras – stille Zeugen des Anthropozäns.
Sie faszinierten mich, weil sie nicht einfach nur Abfall blieben, sondern Fragen aufwarfen: Wer hatte sie hierhergebracht? Warum gerade an diesen Ort? Was enthalten sie – materiell, symbolisch?
Im Atelier verwandelten sie sich vom Fundstück zum Bild.
Je länger ich bei der Frage blieb, warum sie meine Aufmerksamkeit festhielten,
desto mehr schien sich ihr alltäglicher Charakter aufzulösen.
Sie wurden zu Zeichen – Projektionsflächen für das, was sonst keinen Platz findet.

So fanden sie einen Platz in meinem Inneren – nicht als Objekte der äußeren Welt, sondern als Spiegel innerer Zustände.
Sie stehen für das, was beiseitegelegt wurde, was wir nicht mehr brauchen und dennoch in uns weitertragen.
Aus dieser Reflexion heraus
stellte ich mir meinen eigenen ICH-RAUM vor:
einen Raum, in dem der Sack dem Spiegel gegenübersteht – nicht als festes Bild,
sondern als ein Ich im Wandel – gebrochen, fragil, sich ständig verändernd.

Der Spiegel gibt möglicherweise kein festes Bild zurück – er legt die Instabilität des Selbst offen.
Für mich ist er weniger eine Fläche der Reflexion als vielmehr eine Schwelle – zwischen Klarheit und Verzerrung, zwischen Anwesenheit und Abwesenheit.
Es folgte ein Stillleben in Öl, meinem bevorzugten Medium. Lange dem Unspektakulären gewidmet, verleiht es nun dem Plastiksack Würde – nicht länger Abfall, sondern zum Stillleben verwandelt.
Was bleibt, ist eine Frage: Wie tragen wir das, was auf uns lastet – nicht indem wir es verdrängen, sondern indem wir es neu ordnen; indem wir dem Vergänglichen für einen kurzen Moment Dauer verleihen.
Sack und Asche I –
Spiegel ohne Antwort
Sack und Asche I –
Mirror Without Answer
Öl auf Leinwand
80 × 100 cm
2025




Sack und Asche II –
Zerbrochene Ordnung
Sack und Asche II –
Broken Order
Öl auf Leinwand
80 × 100 cm
2025


Zurückgelassene, schwere Säcke am Rand eines Feldes: verblasste Formen im Grün, ihr Inneres verborgen, als hüteten sie etwas Eigenes. Im Bild kippen sie vom Abfall zum Zeichen – Projektionsflächen für das, wofür sonst kein Platz ist, Spiegel innerer Zustände.
