Zwischen Fülle, Absurdität und kosmischer Stille

Orbitale Opfergaben / Orbital Offerings



Mit Orbital Offerings verbinde ich die klassische Idee des Stilllebens – in dem Objekte gewöhnlich reglos und stumm erscheinen – mit der tatsächlichen Stille des Weltraums, in dem sich Schall nicht ausbreiten kann. Obwohl die Objekte um ein unsichtbares Zentrum zu kreisen scheinen, verstärkt ihre Lautlosigkeit das Paradox von Bewegung in einem Raum, der durch Stille bestimmt ist. Das Zusammenspiel von Schwerelosigkeit, Ruhe und vertrauten Formen erzeugt eine Spannung zwischen der traditionellen Vorstellung des Stilllebens und der grenzenlosen, lautlosen Weite des Kosmos.

Indem ich ein „Stillleben“ in die Stille des Weltraums versetze, stellt sich zugleich die Frage, was „Leben“ in einem Raum bedeuten kann, dem Geräusche und vertraute Zeichen von Lebendigkeit fehlen. Die Objekte wirken vertraut und zugleich beinahe lebendig, während sie ihre Bahnen ziehen. Sie verweisen auf das Rätselhafte der Existenz und auf die Möglichkeit, dass Leben dort entstehen könnte, wo wir es am wenigsten erwarten. Die Spannung zwischen irdischen Formen und kosmischer Weite lädt dazu ein, unsere Vorstellungen davon zu hinterfragen, wo Leben möglich ist und in welcher Form es sich zeigen könnte.


Orbitale Opfergaben - Orbital Offerings
Öl auf Leinwand
80 × 100 cm
2025