Was ist dein Vermächtnis?

„What’s your legacy?“ war ein Satz aus einem Gespräch, den ich interessant fand und der mir im Gedächtnis geblieben ist. Die Frage ist einfach, öffnet aber etwas Größeres: Was bleibt eigentlich von einem Leben zurück? Sind es die Dinge, die wir bewusst geschaffen haben, oder vielmehr die Spuren, die wir oft ganz nebenbei in anderen Menschen und in unserer Umgebung hinterlassen?

Entscheidungen können weit über den Moment hinausreichen, in dem sie getroffen werden. Manches geschieht aus Überzeugung, anderes aus Unwissenheit, Gleichgültigkeit oder schlicht ohne Bewusstsein für die möglichen Folgen. Trotzdem kann es Jahre später noch nachwirken. In diesem Sinne besteht ein Vermächtnis nicht nur aus dem, woran wir erinnert werden möchten, sondern auch aus dem, was wir unbeabsichtigt hinterlassen.

Good Riddance beschäftigt sich mit diesen Spuren und mit der Frage, wie wir mit dem umgehen, was aus der Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirkt. Was übernehmen wir? Was tragen wir weiter?
Und was darf irgendwann zurückbleiben?

Der Titel setzt diesem Nachwirken einen bewussten Schlusspunkt entgegen. Good Riddance bedeutet dabei weniger Vergessen oder Verdrängen als die Möglichkeit, etwas als Teil der eigenen Geschichte anzuerkennen, ohne es endlos weiterzutragen. Vielleicht gehört auch das zum Leben: zu erkennen, was uns vorausgegangen ist, zu entscheiden, was davon bleiben soll – und irgendwann weiterzugehen
.

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